We can't find the internet
Attempting to reconnect
Something went wrong!
Hang in there while we get back on track
Schulpraktische Methoden zur Untersuchung von Mikroplastik im Boden
Summary
Researchers developed and implemented school-appropriate laboratory methods for detecting microplastics in soil with a 10th-grade class, using density separation, fluorescence staining with iDye Poly Pink and Nile Red, plant root growth experiments, and compostability testing, demonstrating that hands-on microplastic science education is feasible and effective at fostering environmental awareness.
Mikroplastik stellt ein wachsendes Umweltproblem dar. Bislang wurde es vor allem in Gewässern untersucht, während die Belastung von Böden weniger Beachtung findet. Gerade für den schulischen Kontext bietet das Thema jedoch großes Potenzial, um ökologische Zusammenhänge mit einem hohen Lebensweltbezug zu vermitteln. Ziel dieser Arbeit ist es, das Thema Mikroplastik im Boden für den naturwissenschaftlichen Unterricht didaktisch aufzubereiten. Im Zentrum steht die Planung, Durchführung und Reflexion eines Unterrichtsprojekts für eine 10. Klasse, das exemplarisch zeigt, wie sich komplexe Umweltfragen altersgerecht und experimentell im Schulalltag behandeln lassen. Methodisch wurden drei Versuche aufbereitet und in einer 10. Klasse durchgeführt: Zunächst wurde eine Bodenfiltration und Dichteseparation sowie ein Nachweisverfahren mittels Fluoreszenzfärbung mit iDye Poly Pink bzw. Nilrot angewandt, um Mikroplastik im Boden zu detektieren. Dafür wurde eine Fluoreszenzbox gebaut. Ein Wurzelversuch wurde zur Untersuchung des Pflanzenwachstums erstellt und ein Kompostversuch zur Analyse der Abbaubarkeit von Verpackungen angewandt. Die Ergebnisse zeigen, dass alle Versuche prinzipiell umsetzbar sind. Die Lernenden arbeiteten motiviert und engagiert, entwickelten eigene Ideen zur Extraktion von Mikroplastik aus dem Boden und reflektierten kritisch über Fehlerquellen. Damit zeigt sich, dass die Schülerinnen und Schüler eigenständig und aktiviert arbeiteten. Gleichzeitig wurden Grenzen deutlich, etwa durch geringe Standardisierung und enge zeitliche Rahmenbedingungen. Das Thema eignet sich zur Förderung naturwissenschaftlicher Kompetenzen und zur Bildung für nachhaltige Entwicklung. Zukünftig sollten methodische Verfeinerungen und fachübergreifende Erweiterungen verfolgt werden.